Drei Brüder auf Reisen

[Fortsetzung aus Newsletter 06]

Valentin gefiel es, und er schwärmte seinen älteren Brüder genug vor, um sie neugierig zu machen. Jetzt beehren gleich drei „di Ascenzis“ die Community durch ihre Gegenwart. Santiago hilft vor allem im Baubüro, Agustin im Construction-Team und Valentin unterstützt das Landbau-Team – am Liebsten auf einem flotten Rasenmäher-Traktor.

Echte Brüder und doch jeder ganz unterschiedlich – ein Lieblingsthema der drei.

Alle: Ja, lass uns darüber reden! (Alle lachen.)

Skypen mit Argentinien

Agustin: Fangen wir bei Valentin an – seid jetzt bitte still, unterbrecht mich nicht – Santiago und ich, wir sind kühler, Valentin hat ein großes Herz. Sein Herz ist rot, unsere Herzen schwarz.

Santiago: Nein!

Agustin: Lass mich – wir sind egoistischer. Ich, und Santiago auch. Erst die eigenen Interessen, dann der Rest. Valentin ist umgekehrt: Erst die anderen, dann er selbst. Ich kann mit beiden reden, kann ihnen alles sagen, sie verurteilen mich nicht, es ist dasselbe Blut.
Ich traue auch ein paar Leuten hier, aber noch mehr meinen Brüdern. Das ist das beste am Hiersein, dass ich mit ihnen auch reden kann. An diesem Ort kann man ohnehin keine Geheimnisse haben. (alle lachen)

Und Santiago für dich?

Agustin: Also ich will sein Ego nicht noch mehr aufblähen, aber er ist klug und intellektuell. Vielleicht auch weil er der älteste hier ist, sorgt er sich immer um das Wohlergehen der anderen.

Besonders auch um deines?

Agustin: Ja … ja. (Alle lachen.) Na, du kennst mich ja, ich mach zuerst etwas, und denke erst hinterher darüber nach. Auch bei dummen Sachen.

Valentin: Agustin ist sehr sensibel, aber er will das nicht zeigen.

Agustin: Manchmal zeige ich meine kleine sensible Seite Menschen, die ich mir aussuche!

Valentin: Ah, Ok. Mir jedenfalls nicht. Und Santiago ist der Intellektuelle, der Familienpsychologe. Er genießt das, aber manchmal übertreibt er es auch richtig. Dann fällt es ihm schwer zuzuhören, er hat nur seine fixen Ideen im Kopf

Agustin: Ja er redet nur, er hört dir nicht zu. Er hat schon seine Ansprache vorbereitet, und wenn du mit ihm sprichst, gibt’s nur Blablabla Quatsch. (Alle lachen.)

Valentin: Nein, aber er ist der Vernünftige. Wenn man einen Rat braucht, kann man sich auf ihn verlassen. Vor zwei Jahren hätte ich das noch nicht so gesagt, da waren wir uns noch nicht so nah.

Was ist die Community für euch, kurz zusammengefasst?

Santiago: Eine Chance, würde ich sagen.

Valentin: Für mich, Sicherheit.

Agustin: Für mich, Spaß. Dass jeden Tag etwas Neues passiert, jeden Tag neue Menschen kommen. OK, bei manchen bereut man, dass man sie kennengelernt hat. Aber es ist immer etwas los.

Stimmt es, dass ihr hier mal alle zugleich blonde deutsche Freundinnen hattet, sogar mit demselben Vornamen?

Santiago: Ja, das hatten wir schon Jahre zuvor geplant. (Alle lachen.)

Agustin: Eine feste Freundin, das ist nichts für mich. Dafür bin ich noch nicht reif genug. Es gibt hier auch zu viele hübsche Frauen. Ich weiß nicht wie Santiago das macht. Wenn eine schöne neue Frau ankommt, und ich habe eine Freundin, denke ich doch: Mist, warum bin jetzt in einer Beziehung, ich will die neue haben.

Santiago: Dafür bin ich zu alt, das habe ich schon genug gehabt.

Agustin: Hey, du bist gerade ein Jahr älter als ich!

Und du, Valentin?

Valentin: Ich musste das erstmal lernen. Mich von einer Freundin zu trennen und am selben Ort zu sein, das ist nicht einfach. Als ich mich in Argentinien getrennt habe, bin ich gleich in ein anderes Land geflogen, nicht nur in eine andere Stadt, gleich 14.000 km zwischen uns. Und hier habe ich sogar die ersten Wochen im selben Haus gelebt.

Stimmt es, dass ihr euch einmal in der Woche zum Familientreffen seht?

Santiago: Ja, das machen wir, weil wir sonst nicht genug miteinander reden.

Und das seid nur ihr drei?

Agustin: Nein, wir haben ja auch ein viertes Familienmitglied, Rieke, Santiagos Freundin.

Santiago: Und Agustin bringt unangemeldete Gäste mit.

Agustin: Weil es zu langweilig ist, immer nur mit euch zu reden. (Alle lachen.)

Und wie geht es weiter? Agustin, in fünf Monaten, bist du da noch da?

Agustin: Ich denke schon.

Santiago: Wir würden gern unsere Mutter hierher einladen. Das wäre ein Erlebnis für sie. Sie wollte so etwas schon immer machen, hat es aber nicht getan. Das wäre surreal, sie auch noch hier. Es ist schon unwirklich genug, dass wir alle drei hier sind.


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