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Herrlich herbstlich…
…unsere Gärten!
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Ein Leuchten, ohne dass die Sonne scheint? Das gibt es derzeit in unseren Gärten, die sich herbstfein gemacht haben. Angesichts der kühlen Luft haben die Buchen, Eichen und Ahornbäume wohl beschlossen, sich als Kontrastprogramm in besonders warmen Farben zu zeigen.
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Bordeauxrot, Zinnober, Orange und Senfgelb sind die Farben der Saison, die grauen Herbsttagen die Melancholie nehmen und die – sollte die Herbstsonne gerade ihr goldenes Licht versprühen – ganz wunderbar mit dem blauen Himmel kontrastieren. Manch ein Baum wurde vom Sturm schon seines bunten Kleides beraubt. Besonders die Obstbäume hat es erwischt.
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Jetzt stehen sie nackt da und zeigen ungeniert ihr bizarres Astwerk, während die ganze bunte Blätterpracht sich auf den Wiesen, Wegen und Beeten sammelt, als igelfreundliche Laubhaufen in Ecken ruht und an unseren Schuhen klebt.
Besonders farbenfrohe Blätter haben Glück, werden eingesammelt, gepresst und von kreativen großen und kleinen Menschen zu Kunstwerken verarbeitet. Ein Schicksal, das die Kastanien teilen. Mit Streichhölzern gespickt werden sie zu kleinen Skulpturen arrangiert, die im Laufe des Winters an Glanz verlieren und Runzeln bekommen, gegen die kein Kraut gewachsen ist.
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Auch unsere Beete tragen die Handschrift des Herbstes. Ehemals grüne Gräser haben die Farbskala gewechselt und leuchten jetzt in Braun- und Gelbtönen. Schüchtern dazwischen: Kleine Astern und späte Rosen. Am Rand der Arena halten noch immer prächtige Dahlien die Stellung. Dickköpfig trotzen sie der kalten Witterung, ehe ihre empfindlichen Knollen ins Winterquartier wandern. Man sieht den Herbst nicht nur, man riecht ihn auch. Der Geruch von feuchter Erde, nassem Holz und Pilzen hängt in der Luft. Während die Natur langsam eine Verschnaufpause einlegen möchte, herrscht in der Arena Betrieb. Jetzt im Herbst rücken unsere fleißigen Gärtnerinnen und Gärtner dem Unkraut zu Leibe. Wo sich vorher Wildwuchs breit machte, werden demnächst mit vereinter Kraft die Tulpenzwiebeln gesetzt, die unsere Gärten jedes Frühjahr in ein Farbenmeer verwandeln.
Auf alle, die den Anblick der herbstlichen Gärten bei einem Kaffee oder Tee nachklingen lassen möchten, wartet unser gemütliches Café. Kommt gerne auf einen Herbstspaziergang vorbei!
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Hier kommen unsere Michaelshof-Besuchs-Ideen im Spätherbst auf einen Blick:
Unser Café hat noch bis zum 6. Januar täglich für euch geöffnet – von Montag bis Freitag von 8 bis 11 Uhr und 14 bis 18 Uhr, samstags von 8 bis 18 Uhr und sonn- & feiertags von 9.30 bis 18 Uhr. Danach gönnt sich das Café eine wohlverdiente Winterpause, während Hofladen, Gärten und der Arche-Hof natürlich weiterhin für euch geöffnet bleiben.
Ab dem 29. November wird euer spätnachmittaglicher Besuch bei uns noch stimmungsvoller, denn dann beginnen die Lichterwochen. Zum zweiten Mal hüllen wir die Gärten am Michaelshof in tausende kleine Lichtlein und läuten damit die adventliche Zeit ein. Bei Punsch und Waffeln am Waldsee und dem Gesang unseres Advents-Chors könnt ihr jedes Wochenende von 16 bis 21 Uhr (unser Café hat in der Zeit ebenfalls geöffnet) die besondere Atmosphäre der erleuchteten Gärten genießen.
Oder wie wäre es mit dem Besuch eines unserer Events? Zum Beispiel den Laternen-Spaziergang am 8. November, das Sternenseminar am 15. & 16. November, das gemeinsame Keksebacken am 22. November, das Seminar über „Die Welt der Götter“ am 13. Dezember oder unser Raclette-Abend am 14. Dezember.
Und für alle, die auch in der kalten Jahreszeit gerne feiern, bieten unser Pavillon und das Neue Café die perfekten Locations für Feste jeder Art – ob eine Last-Minute-Weihnachtsfeier eures Unternehmens oder Vereins, ein runder Geburtstag oder sogar eure Hochzeit. Schreibt uns dazu einfach eine kurze Mail an info@sammatz.de, und wir melden uns gerne zur gemeinsamen Planung.
Ihr seht: Es lohnt sich allemal, den Michaelshof auch fest in euren Winter-Kalender einzutragen! ✨
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Warum Orte wie der Michaelshof
Schlüssel zum Frieden sind
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Jesus, unser kolumbianisches Community-Mitglied, der 2022 als Volunteer nach Sammatz kam, hat vor kurzem einen Text über Freiwilligenarbeit geschrieben und darüber, wie er seine Arbeit am Michaelshof sieht. Wir fanden ihn so schön, dass wir ihn euch nicht vorenthalten möchten.
Manche Menschen entdecken Volunteering, weil sie nach einer günstigen Möglichkeit suchen zu reisen. Andere stoßen unterwegs darauf, wenn sie Leute treffen, die ihnen davon erzählen. Und dann gibt es eine dritte Gruppe, wie mich, die Freiwilligenarbeit für sich entdeckt, bevor sie überhaupt ihr Zuhause verlässt. Ich erzähle euch eine Geschichte.
Ich komme aus einer Region im Norden Kolumbiens, die von Armut, wenig Bildung und viel Gewalt geprägt ist. Ich bin ein bisschen davor geschützt aufgewachsen, aber ich konnte das, was um mich herum geschah, nicht ignorieren.
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In meinen letzten Schuljahren begann ich, mich in meiner Stadt ehrenamtlich zu engagieren. Ich half in Schulen, säuberte Strände, schloss mich Umweltprojekten an und organisierte Veranstaltungen, um jungen Menschen andere Lebenswege zu zeigen. Mein Vater hasste es, haha. Er sagte mir immer, ich solle etwas machen, das Geld einbringt, anstatt meine Zeit kostenlos herzugeben.
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Aber ich machte weiter. An der Uni trat ich dann der Studierendenorganisation AIESEC bei. Drei Jahre lang bewegte ich mich von kleinen lokalen Projekten zu größeren nationalen und internationalen Freiwilligeneinsätzen. Ich arbeitete sogar mit AIESEC in Polen – dort hörte ich auch zum ersten Mal vom Michaelshof. Ich half in den Jahren vielen Menschen, Möglichkeiten wie diese zu finden und ihre eigenen Volunteering-Erfahrungen zu machen. Bei AIESEC habe ich gesehen, wie sehr Volunteering Menschen verändern kann – wenn sie es mit dem Herzen tun. Dann habe ich es selbst ausprobiert und kam mit dem AIESEC-Deutschland-Programm nach Sammatz.
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Bei meinem ersten Potluck (jeder bringt etwas zur langen internationalen Abendessenstafel mit) saß ich mit Menschen aus Russland, der Ukraine, Kolumbien, Deutschland und Israel an einem Tisch. Wir haben zusammen gelacht, gegessen und darüber geredet, was wir am nächsten Tag tun würden. Ich weiß noch, wie ich dachte: Das dürfte eigentlich gar nicht möglich sein. Aber es war möglich. Es ist möglich.
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Ich begann zu sehen, wie sich das immer wieder wiederholte: Gruppen von Menschen aus Ländern, von denen die Medien sagen, sie müssten sich hassen … lachen zusammen, gehen zusammen spazieren, leben zusammen. Hier habe ich gelernt, was es wirklich heißt, in Frieden mit Menschen aus vielen Ländern zu leben. Ein ganzes Dorf, in dem Freundschaft und Volunteering der Motor sind. Ich bin zu dem Schluss gekommen: Frieden entsteht nicht in Büros durch Präsidenten und Diplomaten. Frieden wird an Orten wie diesem gebaut. Hier tragen wir nicht das Gewicht unserer Länder auf dem Rücken. Wir spielen, kochen, tanzen, lachen, weinen gemeinsam. Wir bauen einen Raum, in dem Empathie an erster Stelle steht: in Gesprächen während der Arbeit, im Speisesaal, an einem Tisch in vier Sprachen, wenn dir jemand beibringt, Klavier zu spielen oder Spanisch zu sprechen, in der Stille des Waldes, beim Ernten, Malen oder beim Ausmisten – und in dem Moment, in dem dir jemand wirklich zuhört.
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In weniger als drei Jahren habe ich gesehen, wie der Michaelshof gewachsen ist: die Flachsenberg-Siedlung, die Tiny Houses, ein neues Energiesystem, ein fast fertiger Biomarkt, ein Spielplatz, der Power Place und ein Fitnessraum – und noch viele andere Projekte. Aber die größte Veränderung geschah in mir – und in den Menschen, die diesen Weg mit mir gegangen sind. Sammatz verändert sich ständig. Und hier zu sein, verändert dich auch. Jede*r von uns bringt eine Religion mit, eine Geschichte, eine Kultur. Aber keiner von uns besitzt den „richtigen“ Weg zu leben. Hier lernen wir, zu respektieren – nicht nur zu tolerieren. Wir lernen, zuzuhören – nicht nur zu reden. Und wenn wir aufhören, einander als Menschen aus Ländern zu sehen, und anfangen, einander zuerst als Menschen zu sehen, dann fühlt sich Frieden nicht mehr fern an. Er fühlt sich echt an. Er fühlt sich natürlich an.
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Wenn mehr Menschen so leben könnten – oder ihre eigenen Gemeinschaften in diesem Geist aufbauen würden – dann glaube ich wirklich, dass sich die Welt zum Besseren verändern würde. Vielleicht ist also die Frage nicht: Können wir Weltfrieden schaffen? Vielleicht ist die Frage: Was würde passieren, wenn mehr Menschen die Chance hätten, so zu leben – auch nur für ein paar Monate? Ich bin stolz, Teil einer Gemeinschaft zu sein, die nicht nach Hautfarbe, Herkunft, Religion oder sexueller Orientierung diskriminiert. Ich habe diesen Text als Einladung geschrieben. Teilt den Spirit des Michaelshofs mit anderen Menschen. Zeigt ihnen den Weg hierher. Glaubt mir: Das ist genau die Art von Erfahrung, die eure Freunde machen sollten. Denn so heilen wir die Welt.
Habt ihr schon einmal einen Ort erlebt, an dem Menschen aus aller Welt in echtem Frieden miteinander leben? Was hat er euch beigebracht? Ich würde gerne davon hören!
Euer Jesús!
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Hört mal wer da hämmert…
…Baustellen-Update
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Vielleicht hat der eine oder andere ja schon unsere Baustelle direkt neben dem Café gesehen bzw. gehört? Und habt ihr euch auch gefragt, was dort gebaut wird? Hier ist die Auflösung: Der neue Bio-Markt am Michaelshof! Unser Hofladen am Arche-Hof hat definitiv seinen Charme, ist aber für die vielen Besucher*innen einfach zu klein geworden. Und auch wenn wir gerne all eure Lieblingsprodukte präsentieren würden, sind wir im Moment räumlich sehr eingeschränkt. Deshalb erfüllen wir uns (und euch!) einen lang gehegten Wunsch: einen größeren, schöneren Bio-Markt mit viel Atmosphäre, zahlreichen Produkten vom Hof und genug Raum zum Stöbern und Einkaufen. Ob Wocheneinkauf für die ganze Familie, Souvenirs nach dem Garten- oder Arche-Hof-Besuch oder der kleine Zwischenstopp von unterwegs: Unser neuer Bio-Markt ist für euch da! Und das – wenn alles gutgeht – schon sehr bald.
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Wir hoffen, euch noch in diesem Winter durch unsere komfortablen Schiebetüren des Holzanbaus gehen zu sehen und im neuen Stil überzeugen zu können. Unser Bauteam ist jedenfalls on fire. Tagsüber mit unserem bunten Volunteer-Team, von Experten angeleitet, dazu Bjarne und Felix an den Zimmermanns-Arbeiten im Anbau. Abends mit unserem ‹Gärtner-Team› in allen Ecken, die grade nochmal Extra-Turbo brauchen.
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In Zukunft könnt ihr also direkt im Anschluss an euren Café-Besuch noch Käse, Brot und vieles mehr von gegenüber mitnehmen. Vom Hof auf den Teller und direkt in den Einkaufskorb 😊 Gibt es tolle Bio-Produkte, die ihr in unserem neuen Laden einkaufen wollt? Schreibt uns gerne eine Mail und wir schreiben sie auf unsere Produkte-Wunschliste!
Wohin unser tatkräftiges Bauteam als Nächstes zieht? Wir sind gespannt – und ihr dürft es auch sein!
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Die letzten Tage im Gartenjahr…
…eine Green Village Fotostory
Gibt es im Herbst überhaupt noch genug Aufgaben für das Garten-Team? Logisch, die Arbeit unseres Green-Teams sieht jetzt ganz anders aus als noch im August. Aber gerade jetzt gibt es noch so einige Tage, an denen alle Hände voll zu tun sind. Statt Blütenpracht und Jäten, was das Zeug hält, heißt es jetzt: Blätter harken, Töpfe einwintern, Wintergemüse ernten und Gewächshäuser einpacken. So kann die kalte Jahreszeit kommen! Und weil Bilder bekanntlich mehr sagen als tausend Worte, nehmen wir euch mit auf Tour durch unsere herbstliche Gartenarbeit …
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Laub. Natürlich hat recht viel davon erst einmal mit dem Laub zu tun, was unsere bunt strahlenden Bäume täglich in großen Mengen verlieren. So schön das raschelnde Laub unter den Winterschuhen sich anfühlt, ist es für uns sowohl nützlich, das Laub auf den Kompost zu bringen und gute Erde draus zu machen, als auch angenehm, dass die Matsch-Gefahr dadurch für uns und für euch deutlich verringert wird.
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Heide. Dort wo die Natur sich zur wohlverdienten Ruhe legt, blüht die Heide erst auf! Deshalb waren wir Pflanzenshoppen und haben unsere Töpfe mit allerlei Ausführungen der schönen Winterheide neu bestückt. Die Mauer am Café und die zwei Blumentopf-Bäume erstrahlen jetzt in frischem Kleid. Die Heide ist ein echter Überlebenskünstler und kommt gut mit Wind und Kälte zurecht. Faszinierend.
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Obsternte. Hier erntet Noah die letzten Äpfel des Jahres und kurz darauf machten wir uns auf zu ihren Freunden, den Quitten. Wir haben uns via Zeitungs-Anzeige gemeldet und gefragt, wo im Landkreis es noch ungeerntete Quittenbäume gibt. Unser Telefon hat an diesem Samstagmorgen nicht mehr aufgehört zu klingeln. Wenig später ist das schwindelfreie Team losgefahren, um 17 eurer Gärten zu besuchen und 1.200kg Quitten zu ernten.
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Andere kamen sogar bei uns vorbei mit den bereits geernteten Kisten voller Quitten. Vielen Dank für so viel Hilfe! Wir haben mittlerweile alles zu Saft verarbeitet und freuen uns schon auf leckeres Quittengelee und vieles mehr!
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Wintergemüse. Apropos Ernte: Auch auf dem Gemüseacker zieht langsam aber sicher die ruhigere Jahreszeit ein und die letzten großen Ernten wie Kürbis, Zwiebeln und jetzt auch Rote Bete sind durch. Wie man sieht, war das Wirsing-Jahr sehr gut.
In den nächsten Wochen bleiben dem Gemüse-Team noch kleine Ernten und das Kümmern um das Lagergemüse, Aufräumen des Ackers und dann: Planung für’s nächste Jahr..:)
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Tulpen? Und dann ist die große Frage, die uns alle bewegt: Wann ist wieder die Zeitlücke für uns alle da, die Matschhosen anzuziehen und die Spaten einzupacken mit der Mission ‹Frühling pflanzen›? Wir sind jedenfalls bereit für die Tulpen-Saison! Für’s Pflanzen und die Frühlings-Aussichten in den Gärten. 🌷
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Über…
…die Hoffnung
Im Oktober haben Claudia und Gisela zu einem Seminar über die Hoffnung eingeladen. Einige der Gedanken und Erfahrungen möchten wir hier mit euch teilen.
Hoffnung ist immer auf die Zukunft gerichtet. Durch die Hoffnung können wir einen Neubeginn wagen – eine Veränderung, eine Verbesserung herbeiführen. Sie wirkt wie ein belebendes Element, ein Lebenselixier, das uns hilft, unsere Aufgaben mit Zuversicht zu erfüllen. Das Streben nach Hoffnung hält uns auf besondere Weise lebendig. Hat nicht auch ein kranker Mensch die Chance, gesund zu werden, solange er die Hoffnung nicht aufgegeben hat?
Doch manchmal ist Hoffnung auch bange Hoffnung – begleitet von Sorge und der Angst, dass das Erwünschte sich nicht erfüllt. Dann spüren wir, wie leicht Hoffnung einsam werden kann, wenn wir meinen, alles wachse uns über den Kopf. Gerade in solchen Momenten brauchen wir andere Menschen – Freunde, Weggefährten, ein offenes Ohr. Hoffnung wächst nämlich dort, wo wir nicht mehr isoliert sind, sondern eingebunden in das menschliche Miteinander. Sie nährt sich aus Beziehung, Vertrauen und dem Bewusstsein: «Ich muss das nicht alles alleine schaffen.» So kann die Hoffnung wieder in uns Wurzeln schlagen – und aus ihr heraus entsteht die Kraft, unser Leben und die Welt zu verändern. Und da stellt sich eine wichtige Frage: Welche Nahrung braucht die Hoffnung, um in uns zu gedeihen? Sind es Menschen, Orte, Erlebnisse, Gedanken – oder etwas Tieferes?
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Die Hoffnung steht in unmittelbarem Verhältnis zur physischen Welt. In rhythmischer Weise stellen sich Ereignisse ein, die wir zuvor erhoffen dürfen. Der Bauer weiß: Wenn er seinen Samen aussät, werden die Pflanzen wachsen. Der Schreiner ist sicher, dass der Tisch, den er gebaut hat, auch am nächsten Tag noch steht. Und die Sonne – sie geht am kommenden Morgen wieder auf.
All das schafft Verlässlichkeit, Vertrauen, Sicherheit in der Dauer.
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Es ist, als ob die Welt selbst ein stilles Versprechen in sich trägt: dass Werden und Vergehen, Saat und Ernte, Tag und Nacht in einem tiefen Rhythmus miteinander verbunden sind. In diesen Worten klingt eine Ahnung davon an, dass Hoffnung ein lebendiges Wesen ist – eine geistige Kraft, die die Materie durchzieht, alles Lebendige miteinander verbindet und uns in jedem Augenblick des Lebens trägt. So gesehen ist Hoffnung nicht bloß ein Gefühl im Menschen, sondern ein kosmisches Prinzip, ein schöpferischer Atem, der die Welt im Gleichmaß hält – und auch uns Menschen trägt, wenn wir den inneren Einklang mit ihr suchen.
Wir kennen ja alle die Worte von Glaube, Liebe, Hoffnung, sie sind fest in unserer Seele verwurzelt. Diese drei Kräfte – oder besser gesagt: drei Himmelsmächte – gehören zur Ganzheit des Menschen. Sie wirken in Körper, Seele und Geist und sind für die Gesundheit und das Leben selbst unentbehrlich. Unser ganzer Organismus wird durchglüht von Glaube, Liebe und Hoffnung. Die Liebe ist die höchste dieser Kräfte – sie verbindet und heilt. Doch die Hoffnung ist die älteste: Sie war vom Anfang der Welt an da, und sie hält bis heute alles Physische zusammen. So atmet die Hoffnung in jedem Stein, in jeder Pflanze, in jedem Menschenherzen – als leise, beständige Kraft des Werdens.
Und was gibt uns in geistiger Hinsicht Hoffnung? Diese Frage haben einige Teilnehmer zum Seminar mitgebracht. So wie in der physischen Welt die Samen zu Pflanzen heranwachsen, dürfen wir darauf vertrauen, dass auch in uns etwas lebt, das unvergänglich ist – eine Essenz, die nach Entwicklung und Ausgleich strebt. Wenn wir dieses Ewige in uns ahnen, können die stärksten Hoffnungskräfte wachsen – solche, die weit über dieses eine Leben hinaus wirken.
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Michaelshof aktuell – alle Öffnungszeiten auf einen Blick!
Arche-Hof:
Mo-So 09.00 – 19.00 Uhr
Café (geöffnet bis 06. Januar)
Mo-Fr 08.00 – 11.00 Uhr
14.00 – 18.00 Uhr
Sa 08.00 – 18.00 Uhr
So & Feiertags 09.30 – 18.00 Uhr
Hofladen:
Werktags, So & Feiertags
täglich 10.00 – 19.00 Uhr
Der WAGEN in Lüneburg:
Mi & Sa 07.00 – 13.00 Uhr
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Sa.,08. November – 11-17 Uhr
Innenansichten No 3: Kraftkuren für guten Boden
Gute, fruchtbare Böden sind lebensnotwendig, denn sie sichern uns langfristig unsere Ernährung. Viel zu oft werden jedoch Anbauflächen durch Monokulturen und zu intensive Nutzung strapaziert und ausgelaugt. Mit der Folge, dass ganze Landstriche erodieren und nur noch wenige Nährstoffe für das Wachstum von Pflanzen zur Verfügung stehen. Dabei liegt die Gesundheit des Bodens in unserer Hand. Erfahrt, was ihr alles tun könnt, um dessen Regeneration zu unterstützen. Bei einem Besuch unserer Anbauflächen lernt ihr auch, gesunde Böden von Böden im Aufbau zu unterscheiden. Gemeinsam werfen wir einen Blick auf die Humusqualität und zeigen Möglichkeiten auf, Böden durch biodynamische Präparate zu revitalisieren.
Teilnahme: 20€, Mittagessen: 10€, Anmeldung erbeten!
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So, 09. November – 12-18 Uhr
Zu Sankt-Martin: Spaziergang mit der Laterne
Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir, dort oben leuchten die Sterne, dort unten leuchten wir. Erinnert ihr euch an die Lieder, die früher euren Laternenumzug begleitet haben? Zu Ehren Sankt Martins beleben wir den schönen Brauch alljährlich wieder und laden euch und eure Kinder zum Laternenumzug ein. Nachmittags werden fleißig Lampions gebastelt und wenn die Dunkelheit heraufzieht, geht’s mit den leuchtenden Kunstwerken durchs Dorf. So viel frische Luft macht hungrig und ganz im Sinne des freigiebigen Sankt Martins, der sein Hab und Gut mit einem Bettler teilte, gibt’s auch bei uns Kürbissuppe für alle zur Stärkung. Lust auf einen gemütlichen Nachmittag mit leuchtendem Ausklang? Dann meldet euch gleich an.
Laterne basteln: 5€ pro Kind
Laternenumzug: Eintritt frei. Spende willkommen.
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Sa., 15. November 16-21 Uhr & So., 16. November 12-15 Uhr
Die Weisheit der Sterne
Die Erde, der Himmel, der Mensch: Alle sind Teil eines Ganzen und miteinander verbunden. Wir alle kennen die Kraft des Mondes und die belebende Wärme der Sonne. Aber welches Wissen steckt im Sternenfirmament? Gemeinsam mit euch wollen wir das Himmelszelt und den Lauf der Sterne zu unterschiedlichen Tageszeiten betrachten und verstehen: drinnen mit unserer beweglichen Sternenkarte und natürlich auch draußen, wo sich der hoffentlich klare Sammatzer Abendhimmel eindrucksvoll über euch aufspannt. Freut euch auf eine außergewöhnliche Begegnung und entdeckt die Beziehung zwischen Erde und Kosmos.
Teilnahme: 20€, Anmeldung erbeten!
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Sa., 22. November – 14-17 Uhr
Einblick No 6: Kekse wie bei Mutti
Was wäre ein Weihnachten ohne Vanillekipferl? Jeder von uns verbindet die Weihnachtszeit mit den Backtraditionen der eigenen Familie. Und natürlich haben auch wir am Michaelshof unsere Rezeptsammlung. Zusammen mit euch möchten wir Kindheitserinnerungen wieder aufleben lassen und zum großen Plätzchenbacken in unserer ‹Stube› einladen. Ihr möchtet eure eigenen Plätzchen in Gesellschaft backen? Kein Problem! Schickt uns gern vorab eure Rezepte, damit wir die Zutaten bereitstellen können. Oder ihr vertraut auf unseren guten Geschmack und probiert einfach mal unsere Hausrezepte aus. Gerne versorgen wir euch im Anschluss mit einem kleinen Kompendium der mitgebrachten Backideen und einer Tüte selbstgemachter Plätzchen.
Teilnahme: 20€, Anmeldung erbeten!
zzgl. Unkostenbeitrag für die Plätzchen, die ihr mit nach Hause nehmt
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Immer am Wochenende vom 29. November bis 6. Januar – 17-21 Uhr
Glanzvoll bis köstlich: Lichterfestival zum 1. Advent
Ist es nicht wunderbar, wenn zu Beginn der Adventszeit die Dunkelheit durch tausende von kleinen Lichtern erhellt wird? Wir freuen uns jedes Jahr darauf, den Michaelshof festlich zu illuminieren und zu schmücken – mit Lichterketten und -objekten so weit das Auge reicht. Ein kleiner Hoffnungsschimmer und sicherer Wegweiser durch eine besinnliche Zeit voller Vorfreude auf Weihnachten. Taucht ein in die Magie unseres Lichterfestivals und spaziert durch zauberhaft erleuchtete Gärten. Besonders am idyllischen Waldsee, wo tausende funkelnde Lichter den Abend in ein unvergessliches Erlebnis verwandeln, erwartet euch ein Fest für die Sinne. Genießt duftenden Punsch, frische Waffeln und die wohlige Wärme der Feuerschalen. Nach eurem Spaziergang lädt unser gemütliches Café ein, euch bei warmen Getränken aufzuwärmen und den Abend ausklingen zu lassen.
Übrigens: Unser strahlender Lichterglanz erhellt die Adventszeit auch an den kommenden Wochenenden. Weihnachten kann jetzt kommen!
Eintritt frei! Spende willkommen!
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Wer mit Gisela ins Gespräch kommt, merkt schnell: Peronnik, die Selma-Lagerlöf-Schule und Gisela sind untrennbar miteinander verbunden. So viel Begeisterung steckt in ihren Worten, dass man spürt, wie tief sie mit dem Michaelshof verwurzelt ist. Gut so, denn immerhin hat die Sammatzerin vor langer Zeit eine unbefristete Stelle als Sonderpädagogin im staatlichen Schuldienst sausen lassen, um einem ganz neuen Lebensmodell eine Chance zu geben.
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Alles begann mit einem Flyer im Jahr 1988. Die noch recht kleine Community am Michaelshof lud damals dazu ein, am nun schon legendären Jeanne d’Arc-Seminar teilzunehmen – einerseits um die Anthroposophie und andererseits um sich selbst kennenzulernen. Ohne zu wissen, wohin Steiners Weg der Erkenntnis sie führen würde, taucht Gisela in die Biografiearbeit, die Anthroposophie und das Communityleben ein. Das, was sie dabei erlebt, gefällt ihr. Und zwar so sehr, dass sie beschließt zu bleiben.
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Begleitet von dem guten Gefühl, am Michaelshof als ganzer Mensch mit all seinen Facetten gefragt zu sein, übernimmt Gisela zunächst die Betreuung psychisch kranker Menschen in der Sozialtherapie Phönix und später sogar die Leitung des Heims. Phönix gibt es nicht mehr, dafür aber neue Projekte, die Gisela maßgeblich mitinitiiert hat.
Mit Kopf, Herz, Hand und zusammen mit ihrer besten Freundin Janet macht sich Gisela im Jahr 2000 daran, in Sammatz die erste Wohngruppe für körperlich und seelisch pflegebedürftige Kinder aufzuziehen. Dieser ersten Peronnik-Gruppe folgen 8 weitere, sodass heute insgesamt 46 Kinder am Michaelshof liebevoll betreut werden können. Was aber tun, wenn innerhalb der Wohngruppen eine empathische Betreuung gegeben ist, außerhalb von Sammatz im Schulalltag die individuelle Unterstützung von Kindern aber zu wünschen übrig lässt? Richtig. Man gründet eine eigene Schule, in der in kleinsten Gruppen auf die besonderen Bedürfnisse der Kinder eingegangen wird.
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Dass Gisela sich als Sonderschulpädagogin plötzlich in der Position der Schulleiterin wiederfindet, war zwar nicht ihr Plan, aber sie wächst mit dieser Aufgabe und füllt sie täglich mit Leben.
Nichts, findet Gisela, ist erfüllender, als zu merken, dass die Kinder in der Schule glücklich sind.
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Und wenn sie sieht, wie die Jungen und Mädchen bei ihren selbst gewählten Projekten über sich hinauswachsen und voller Stolz ihr Werk präsentieren, weiß sie, dass sie die richtige Entscheidung getroffen hat. Finde den Wert, den nur du hast – und schenke dich der Welt. Ein bisschen dieses Spirits könnten auch Erwachsene vertragen, meint Gisela. Auch den Großen in Seminaren vermitteln, was den Kleinen schon gelingt: Nämlich ganz sie zu selbst ein. Das könnte sich Gisela sehr gut für die Zukunft vorstellen. Und wie das so am Michaelshof ist: Wenn eine Idee lange genug reift, steht sie plötzlich auf eigenen Füßen und beginnt zu laufen. Wir dürfen also auf Giselas nächste Projekte gespannt sein.
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Für unser Team suchen wir engagierte und dynamische Menschen, die gerne Verantwortung übernehmen und Lust aufs Landleben haben. Dir ist eine sinnerfüllte Tätigkeit wichtiger als ein “9 to 5-Job”? Dann bist du bei uns richtig!
Wir suchen Fachkräfte oder auch talentierte Leute im Bereich:
Hands-On:
- Erzieher*in für unsere Kinder- & Jugendhilfeeinrichtung ‹Peronnik›
- Gärtner*in Zierpflanzen
- Gärtner*in Bäume, Gehölze & Rasenpflege
- Baufacharbeiter*in
- Garten- und Landschaftsbauer*in
- Pharmazeut*in
- Drucker & Kaschierer
Office:
- Buchhalter*in
- Bild-Redakteur*in
Deine Qualifikation ist nicht dabei, und du hast trotzdem
Interesse? Einfach probieren!
Schick Deine Bewerbung mit Foto bitte an claudia.brady@sammatz.de – wir melden uns!
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+++ NEWSTICKER +++
Eindrücke aus dem Community-Alltag…
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…heute: Claudia und Joshua nach getaner Arbeit im Eichenhof auf unserem Apfel- & Herbstmarkt…
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…ein paar Einblicke in unsere herbstlichen Festival-Aktivitäten…
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…Gabi, die ziemlich stolz das Ergebnis der diesjährigen Arbeit auf dem Gemüseacker präsentiert…
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…mit süßen Tier-Momenten – einem glücklichen Kälbchen mit Mama auf der Weide und unsere besten Hunde-Freunde, Donna und Oskar…
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…unserer Sammatzer Combo mit musikalischem Zuwachs von Randa aus Algerien…
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…und shake hands zwischen Landbau- & Gartenteam – mit Will aus Kolumbien und Tomas aus Argentinien…
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Eines unserer Lieblings-November-Fotos aus dem letzten Jahr: Ziegen und Schafe im goldenen Morgenlicht – kurz bevor die Weidesaison sich dem Ende zuneigt.
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Liebe Grüße und bis zum nächsten Mal – Anna & Marina ❤️
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