Moin ihr Lieben & willkommen im September!
Mit einem ganz aktuellen Eindruck vom Waldsee begrüßen wir euch herzlich zu unserem spätsommerlichen Newsletter. Heute haben wir für euch in Petto: Persönliche Berichte aus unterschiedlichen Bereichen, den ‹Volunteer-Sommer am Michaelshof›, die Frage nach dem Trimm-dich-Pfad für Körper und Geist, unsere Designerin im Portrait, Events im September und vieles mehr!
Sonst lest ihr ja meistens den Newsletter von den Schreiberlingen des Michaelshofs. Zur Abwechslung hört ihr dieses Mal die Berichte aus den unterschiedlichen Areas direkt von den Team-Mitgliedern selbst. Let’s go!
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Ernte-Fazit 2025…
…von Johanna
‹Jo, die Ernte ist durch!!! Alles außer den Kartoffeln ist nun runter von den Feldern und wir können ein Fazit ziehen. Wettermäßig war es durch den vielen Regen im Sommer ein etwas schwieriges Jahr. Da musste man sich schon echt akribisch über etwaige Schauer informieren und auch ein bisschen beten, um ein ausreichend großes regenfreies Zeitfenster zu finden.
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Wir sind froh, dass die Ernte trotz der Umstände nicht zu schlecht ausgefallen ist und nun wortwörtlich im Trockenen liegt. So haben wir genug Stroh für die Tiere und das Abdecken unserer Komposte gepresst und das Heu aus zwei Schnitten reicht ebenfalls, um unsere Tiere ein Jahr lang mit Futter zu versorgen.
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Auch mit dem Ertrag des Getreides sind wir ganz zufrieden, alles ist nun schon gereinigt und eingelagert. Ob wir mit unserem Getreide wie letztes Jahr auch wieder in der Bäckerei backen können, ob es sich als Backgetreide eignet, stellt sich noch heraus.
Drückt uns die Daumen!
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Eine schöne Ernte-Geschichte: Beim zweiten Heuschnitt in Banratz haben sich beim Pressen 12 neugierige Störche auf die Wiese gesellt und auch das Nest auf unserer Hofstelle in Banratz ist mit einer Storchenfamilie besetzt.›
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Hofkinder aller Art
von Pauline
Ein Bericht von Pauline, die – meistens mit ihrer zweijährigen Tochter und Tierliebhaberin Madita im Schlepptau – Teil unseres Landwirtschafts-Teams ist:
‹Der Michaelshof ist Heimat allerlei zwei- und vierbeiniger Halbwüchsiger. In 2025 sind bereits 5 Ferkel, 12 Kälber, 16 Pfauenküken, 18 Entenküken, 20 Schaflämmer, 25 Ziegenlämmer und 200 Hühnerküken auf die Welt gekommen. So wie bei allen Kindern steckt da aber auch echt Arbeit drin: Zum Beispiel bei den Lämmchen, deren Mama keine oder nicht genug Milch gibt, oder die selbst Unterstützung beim Trinken brauchen. Da heißt es dann, alle drei Stunden ein Fläschchen zu geben – auch nachts!
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Gar nicht anders, als wenn man sich um Menschenbabys kümmert, kommt der Schlaf dann oft zu kurz und man freut sich darauf, wenn die Kleinen proper genug sind, um abgestillt zu werden. „Beim eigenen Kind muss man sich zumindest nicht erst anziehen und durch die kalte Nacht stapfen, um es füttern zu können!“, stelle ich als Mutter eines Kleinkindes fest, das selbst erst seit Kurzem durchschläft – die nächtliche Ruhe hatte nicht lang angehalten 😇
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Neben den tierischen Kindern sind natürlich auch die Menschenkinder von unserem Hof nicht wegzudenken. Als kleine Helfer, große Bewunderer und Möhrchen-Geber freuen sich die Tiere sehr über ihre Zuwendung. Andersherum gibt es für unsere Dorfkinder, die Kids aus unserer Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung ‹Peronnik› und Gästekinder keinen besseren Ort, getröstet zu werden, Freundschaften zu schließen und Selbstbewusstsein aufzubauen. Es ist echt schön, dieses Potpourri an Glück täglich mitzuerleben.›
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Onlineshop meets Logistik…
..von Peer & Emmanuel
Zwei Bereiche, die bisher eher getrennte Wege gingen, verbindet ein gemeinsames Thema: Essen! Peer (links) berichtet über unseren Onlineshop, Emmanuel (rechts) aus dem Sammatzer Logistikzentrum.
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Peer: ‹Den Onlineshop am Michaelshof in der Form gibt es inzwischen schon seit knapp einem Jahr – vielleicht habt ihr ja auch schon mal bei uns bestellt? Im Juni letzten Jahres haben wir damit angefangen, unsere selbst hergestellten Michaelshof-Produkte wie zum Beispiel unsere Marmeladen, Käse, Brot, Tees, Gewürze & mehr nicht nur vor Ort, sondern auch deutschlandweit zu verkaufen.
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Seitdem ist vieles passiert: Wir haben zum ersten Mal erfolgreich unser frisches Gemüse in Boxen verschickt und suchen nach Möglichkeiten, uns stetig zu verbessern. Aktuell planen wir, unsere Produktpalette über die Michaelshof-Produkte hinaus zu erweitern und zusätzlich viele der beliebten Artikel online anzubieten, die ihr sonst aus unserem kleinen Hofladen kennt.
Also schaut gerne regelmäßig vorbei – in den kommenden Monaten wird sich einiges tun! Wenn ihr euch ein bestimmtes Produkt im zukünftigen Onlineshop wünscht, schreibt uns gerne eine Mail. Und wer weiß, vielleicht landet ja auch das ein oder andere Bio-Lieblingsprodukt aus dem Hofladen plus Sammatzer Käse bald per Post direkt bei euch zu Hause.›
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Emmanuel: ‹Mitten im Dorf, aber abseits des Trubels, steht ein alter Schweinestall, der uns seit nun schon mehr als zwanzig Jahren als Lager für Diverses gedient hat. Parallel zum Onlineshop gibt es auch die Idee unseres „Logistikzentrums“ schon länger und wartete auf motivierte Umsetzer. Jetzt nimmt das Logistik-Team – Ivonne, Iago, Yohran, Viviana, Lorenzo, Dustin und ich – so richtig Fahrt auf und soll seinem Namen alle Ehre machen.
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So nehmen wir seit einigen Wochen die gesamte Warenlieferungen von unseren Bio-Großhändlern, aber auch unserer internen Produzenten – zum Beispiel von Daniels Gemüseacker (auf dem Foto rechts, links Emmanuel) – an unserer großen „Poststation“ entgegen, kontrollieren sie und liefern sie von dort aus weiter. Dadurch können wir sicherstellen, dass alle Bereiche am Michaelshof das bekommen, was sie benötigen und bestellt haben. Sollte es einmal Warenengpässe geben, ist es von nun an unsere Aufgabe, schnell Lösungen zu finden oder am besten direkt aus unserem Lager nachzuliefern. Um immer einen umfassenden Überblick behalten zu können, soll uns in Zukunft die digitale Warenwirtschaft viel Arbeit abnehmen.
Wir sind gespannt, was noch kommt und freuen uns auf die erste Bestellung im erweiterten Onlineshop, wenn unsere Bereiche sich treffen!›
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Spätsommerliches Garten-Update…
…von Hannah
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Hannah kümmert sich als Green-Village-Verantwortliche um alle grünen Bereiche am Michaelshof, besonders aber um unsere 6ha Garten- und Parkanlagen, die jeder Menge Pflege und Aufmerksamkeit bedürfen, um so üppig blühen zu können, wie ihr sie kennt. Hier kommen Tipps für den perfekten Spaziergang:
‹Anfang September ist Stauden- & Dahlienzeit, das heißt, ihr dürft auf gar keinen Fall den Gartenbereich gegenüber des Cafés verpassen, die Arena, den Dahliengarten und das Staudenplateau – da ist echt einiges los! Am Hang der naturnahen Arena ist der Dahliengarten im Moment wunderbar bunt und üppig, auch dank unserer regelmäßigen Pflege. Kleiner Dahlientipp: Es lohnt sich, die verblühten Köpfchen ein Mal pro Woche abzuschneiden und sie auch unterstützend aufzubinden, wo es nötig ist, dann verweilen die mexikanischen Blumen bis zum ersten Frost und bieten uns eine super Grundlage für die schönsten Herbst-Sträuße!
Auf der anderen Seite liegt unser Staudenplateau, wo wir auch jetzt gerade auf dem Höhepunkt der Staudenzeit gelandet sind. Zu Ehren der Stauden feiern wir am kommenden Wochenende unser Staudenfestival. Sie haben’s allemal verdient, bei dem Anblick!
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Und hier noch drei Besonderheiten der aktuellen Garten-Lage: Viele unserer Rosen remontieren, das bedeutet, sie kommen um diese Zeit des Jahres in ihre zweite Blüte – nicht so üppig wie im Juni oder Juli, aber mit ihrem ganz speziellen Charme und ihren intensiven Düften sind sie echte Schmuckstücke in unseren Gärten. Die zweite Besonderheit sind unsere Gräserbeete, zum Beispiel neben dem Campusgartenteich oder unten in der Arena. Wusstet ihr, dass die allermeisten unserer Ziergräser Herbstblüher sind? Jetzt entfalten sie ihre Größe und Schönheit! Und: unsere Obstbäume geben nochmal richtig Gas und schmücken mit ihren roten Äpfeln oder blauen Pflaumen ebenfalls die Gärten. Die ersten Äpfel haben wir schon geerntet, auch Birnen, Mirabellen und sogar Pfirsiche. Fun Fact: Was passiert mit den Äpfeln, die vorzeitig vom Baum purzeln? Der Job heißt bei uns ‹Apfeltour› und ist sehr beliebt bei unseren Volunteers, denn dann geht’s einmal am Tag mit der Schubkarre und dem Apfelsammler durch die Gärten, um alle Äpfel aufzusammeln und zu versorgen – ein fruchtiger Spaziergang.
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Apropos Spaziergang:
Für alle, die sich für noch mehr Tipps und Tricks zur Gartengestaltung und Infos über unsere Gartenanlagen & die Community interessieren, ist unsere Gartenführung genau das Richtige! Bucht gerne per Mail oder über unsere Hotline (05858 97030) – 1h für eine Gruppe von maximal 25 Personen kostet 80€.
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Bei unserem Staudenfestival am Samstag, den 6., und Sonntag, den 7. September, bieten wir an beiden Tagen Staudenführungen um 12, 14 und 16 Uhr an. Eine Anmeldung ist willkommen – spontane Teilnahme aber ebenso!›
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Volunteer Summer…
…ein Rückblick auf 2 Monate International Life
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Alles beginnt immer mit den ersten echt warmen Tagen im Jahr. Nicht nur ist das für die meisten von uns ein Aufatmen wert, endlich kurze Hosen und Kleider aus dem Schrank zu kramen, nein, es liegt auch Sommer-Volunteer-Stimmung in der Luft. Denn jetzt haben super viele junge Menschen auf der ganzen Welt gleichzeitig Sommerferien, Semesterferien oder auch die ersten Wochen und Monate ihres Gap Years. Und das heißt: Neues kennenlernen, Abenteuer, Reisen, den Sommer genießen! Wenn dann unsere zukünftigen Volunteers aus den verschiedensten individuellen Gründen gerade Sammatz als Ort der Wahl auserkoren haben, dann trudeln hier ab Mitte Juli jeden Montag bis zu 40 neue Leute ein. Die erste Woche ist eigentlich für alle recht anstrengend. Zum einen haben die meisten, wenn sie nicht gerade aus den Metropolen dieser Welt kommen, noch nie mit so vielen Menschen auf einem Fleck, geschweige denn in einem Haus, gewohnt.
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Zum anderen ist für viele die körperliche Arbeit ein neues Gebiet. Muskelkater und Müdigkeit sind in der ersten Woche wirklich vorprogrammiert, alleine schon wegen der vielen frischen Luft und der neu gewonnenen Eindrücke.
Als sich dann alle eingelebt hatten, die den Sommer zusammen starteten und der Muskelkater sich in neu gewonnene Ausdauer verwandelte, gab’s viele unvergessliche Momente, auch für uns Mentorinnen und Mentoren! Unsere französische Truppe versammelte am 14. Juli zum französischen Nationalfeiertag (Sturm auf die Bastille) mit einem 1a Menü für alle! Darauf folgte unsere noch größere türkische Truppe, die uns an einem ganz normalen Montagabend mit salzigen und süßen Spezialitäten aus ihrem Heimatland und einer Tanzvorführung verwöhnte. Quasi ein Vorgeschmack auf das Volunteer-Festival einen Monat später:
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Mit 12 Ländervorstellungen, traditionellen Tänzen, internationalen Köstlichkeiten und dem Concierto Internacional konnten wir in die bunte Welt verschiedener Kulturen eintauchen. Ein wahres Fest der Vielfalt!
Das Schönste sind aber wie so oft die ganz alltäglichen Dinge, die, wenn man über sie nachdenkt, oft so unglaublich schön sein können. Die kleinen Momente, wenn jemand Tee für alle macht im Blauen Haus, man neue Pflanzen kennenlernt, die Sterne mit 20 neuen Freunden betrachtet, wenn man zum ersten Mal nicht fassen kann, wie traurig man ist, dass jemand fährt, den man eigentlich erst drei Wochen kennt, oder ein Abend im Jugendclub:
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Hier ein paar Einblicke in unser rotes Gästebuch dieses Sommers:
Dilay aus der Türkei:
‹Hier habe ich echte Freundschaft kennengelernt und den großen Wert der kleinen Momente.›
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Unzala aus Hong Kong:
‹Ich erinnere mich auch noch gut an meinen ersten Arbeitstag – der war mit Anton. Seine Liebe zur Gartenarbeit hat mich auf einer ganz anderen Ebene berührt und mich dazu gebracht, sie durch seine Perspektive mehr zu schätzen. Genauso ging es mir beim Arbeiten in den Ställen, im Gästehaus, beim Weidegang usw. Nicht, dass es nicht auch Tage gab, an denen ich selbst ein bisschen faul war – aber wenn man sieht, wie andere ihre Arbeit mit so viel Liebe machen, dann springt das irgendwie auf einen über und man macht sie selbst auch mit Liebe. Zumindest war das bei mir so ☺️›
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(„Viel Glück“ auf einem roten Umschlag wird an Neujahr an die Türen Hong Kongs geklebt – wir durften am Volunteer Festival lernen, wie man es schreibt)
Tom aus Großbritanien:
‹Während meiner Zeit hier habe ich einen unglaublichen Typen aus Italien kennengelernt, den ich heute als meinen besten Freund beschreiben würde, und ein wundervolles Mädchen aus Hong Kong* mit dem ich den Rest meines Lebens verbringen möchte.› (*nicht Unzala 😄)
Rosalie aus Deutschland:
‹Für mich ist Sammatz wie ein Leuchtturm. Egal, wie verwirrend oder schwierig das Leben auch wird – Sammatz wird immer da sein, schenkt Licht, Liebe und ein Zuhause.›
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Und hier noch ein kleines internationales Rezept, das jeder kennen muss:
Wir haben uns schon länger gefragt, wie man Bohnen so macht, dass sie wirklich richtig lecker schmecken. Es muss auf jeden Fall möglich sein, denn mit der Bandeja Paisa aus Kolumbien und vielen weiteren Gerichten aus Lateinamerika gibt es schließlich Hoffnung, wenn sie schon Nationalspeise einiger Länder ist.
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Dazu die Antwort von Talia aus Mexiko: In Mexiko weicht man die schwarzen Bohnen über Nacht in Wasser ein, dann kocht man sie in viel Wasser (OHNE SALZ) zusammen mit einer Scheibe Zwiebel und Epazote. Wenn die Bohnen weich sind, kann man Salz hinzufügen und sie so genießen – oder anbraten und zerdrücken. Es klingt vielleicht nach einem einfachen Rezept, aber Epazote ist ein unglaublich aromatisches Kraut, das wahre Wunder wirkt.
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Wir haben es probiert und: Es wirkt wirklich Wunder! Unbedingt probieren! Kaufen könnt ihr Epazote in gut ausgestatteten Supermärkten als getrocknetes Gewürz, frisch in Lateinamerika- oder Asia-Märkten, aber auch als Samen für den eigenen Kräutergarten.
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Deutschland bewegt sich…
…wir auch?
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„Trimm dich fit.“ 1970 sollte Maskottchen „Trimmy“ die Deutschen zum Sport animieren. „Deutschland bewegt sich“ hieß 2003-2016 eine ähnlich große Kampagne.
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Ehrlich gesagt war Fitnesstraining dieser Art in den ersten drei Jahrzehnten unserer Community nicht so besonders angesagt. Doch mit den ersten Volunteers kamen die höflichen Anfragen, wo denn hier das Gym und die Outdoor-Geräte wären. Kurzerhand entstanden aus Beton und Eisenstangen selbstgebastelte Gewichte und die Aficionados trainierten abends im Rohbau-Keller.
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Letztes Jahr nahmen wir uns des Problems endlich an – und wie damals in den 70ern kam der Breitensport am Michaelshof ins Rollen. Mit Volleyball, Basketball und Badminton, mit dem ‹Power Place›, unserem Trimm-Dich-Pfad à la Calisthenics, und einem kleinen, feinen Gym können wir jetzt, jeder auf seine ganz persönliche Art, unsere Körper fit halten. Seht ihr es einigen von uns schon an?
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Our Body, our Temple, heißt es so schön. Aber was ist mit dem Geist? Können wir den auch trainieren? Das eigene Seelenleben kann bekanntlich auch recht „unfit“ und unbeweglich sein, da ist mit Joggen alleine nichts zu machen. Auch Yoga und Co. sind noch nicht der Weisheit letzter Schluss – letztlich sind auch das Formen von Körpertraining, mit erhofften Auswirkungen aufs Seelenleben. Aber genauso wie man von purer Entspannung keine Muskeln bekommt, sondern sich schon ein wenig dafür anstrengen muss, ist es auch bei der Seele. Ohne Strapaze keine Power…
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Eins der coolsten Dinge an Steiners Anthroposophie ist, dass sie für die innere Entwicklung keine hehren Prinzipien predigt, sondern direkt ins innere Gym marschiert. Kleine, praktische tägliche Übungen, so simpel (und für den inneren Schweinehund nervig) wie Sit-ups, sorgen für einen rein seelischen „Power-Place“, auf dem das Ich trainieren kann. Aber was trainieren und wofür? Das eigene Denken, Fühlen und Wollen – zum Beispiel dafür, dass man wirklich denken kann, was man will; dass man wirklich tun kann, was man sich vornimmt. Dass man nicht auf dem „inneren Sofa“ sitzt und zusieht, wenn die Emotionen Aufstand machen, sondern selbst am Steuer bleibt und bestimmt, wie man sich verhält. Kurzum, Ordnung ins eigene Seelenhaus bringen!
Das Fitness-Programm ist denkbar einfach und für jeden geeignet – man muss sich dafür noch nicht mal besonders für Spiritualität interessieren: Um das Denken zu trainieren, reicht es, fünf Minuten täglich über eine Sache – am besten einen uninteressanten Gegenstand, das Lieblingsbeispiel ist ein Bleistift – so nachzudenken, dass keine „Lücken“ entstehen, in denen man abschweift, sondern jeder Gedanke bewusst auf den anderen folgt.
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Den Willen trainiert man, indem man sich täglich eine unbedeutende Handlung (z. B. „immer um 16:30 die Schnürsenkel neu binden“) vornimmt und sie dann pünktlich ausführt, aus keinem anderen Grund, als dass man sich die Sache eben selbst vorgenommen hat. Wer’s probiert, macht möglicherweise echte Entdeckungen. Manchen fallen solche Übungen nämlich einigermaßen leicht, für andere scheinen sie anfangs unüberwindlich schwer, auch wenn sie sonst vielleicht die tollsten Denker und Macher*innen sind.
Mit Übung drei geht’s mitten rein ins tägliche Leben: Die Kontrolle über die eigenen Gefühle trainiert man durch bewusstes Innehalten – alles fühlen, nichts rauslassen, ist hier die Devise. Von Lachanfall bis Wutausbruch gibt’s täglich genug Gelegenheiten für diese Abteilung des Seelen-Gyms. Wer schon so cool ist, dass er/sie ohnehin nie Emotionen rauslässt, ist allerdings nicht aus dem Schneider.
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Für sie/ihn heißt die Übung nämlich: sich aktiv zu äußeren Regungen aufraffen! Entscheidend ist eben nur, dass der Automatismus zwischen Gefühl und Ausdruck aufhört und durch freies Handeln ersetzt wird. Die nächste Übung übt die Positivität – im Negativen noch das Schöne und Gute sehen, das es bei genauerer Betrachtung auch da immer irgendwo gibt. Schließlich Offenheit und Unvoreingenommenheit gegenüber Informationen und Ereignissen: bei allem, was einem begegnet, methodisch die Chance offenlassen, dass es auch ganz anders sein könnte, als man meint.
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Die sechste und letzte Fitness-Übung ist dann, die vorhergehenden fünf harmonisch zu verbinden und abwechselnd in den Mittelpunkt des Trainings zu rücken. Je ein Monat Schwerpunkt für jede Übung, dabei die Reihenfolge einhalten und die bereits absolvierten in Maßen weiterverfolgen, wäre der optimale Trainingsaufbau. Wie im Gym gehört ganz entscheidend dazu, sich von der eigenen Faulheit nicht abhalten zu lassen. Statt zu jammern, dass man sein Training vergessen oder gecancelt hat, einfach wieder von vorne anfangen.
Täglich maximal eine halbe Stunde Krieg mit dem eigenen Seelengestrüpp führen und auf dem inneren Power-Place Schweißausbrüche bekommen, ist Gym für den inneren Menschen. Wenn sich jede und jeder da auch so bewegen würde, wie sich’s die Krankenkasse körperlich für ihre Kunden wünscht, wäre einiges anders, im privaten Alltag und in der großen weiten Welt. Weniger äußere Streit- und Kriegslust ausdrücklich mit eingeschlossen!
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Michaelshof aktuell – alle Öffnungszeiten auf einen Blick!
Arche-Hof:
Mo-So 09.00 – 19.00 Uhr
Café:
Mo-Fr 08.00 – 18.00 Uhr
Sa 08.00 – 19.00 Uhr
So & Feiertags 09.30 – 19.00 Uhr
Hofladen:
Werktags, So & Feiertags
täglich 10.00 – 19.00 Uhr
Der WAGEN in Lüneburg:
Mi & Sa 07.00 – 13.00 Uhr
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Sa.,06. & So., 07. September – 12-18 Uhr
Staudenfestival: Immer wieder eine Pracht!
Einmal von ihrem Umfeld begeistert, kommt sie immer wieder: die Staude. Wir lieben dieses vielfältige Gewächs, dem der Winter nicht viel anhaben kann und das uns jedes Jahr wieder mit seiner Blütenpracht bezaubert. Wurzelstöcke, Zwiebeln, Knollen: Aus ihnen sprießt alljährlich zartes Grün und Blüten in kräftigen Farben. Rittersporn, Phloxe, Kugeldistel, Akelei, Windröschen und Flammenblume: Von Frühjahr bis Herbst verwandeln Stauden in verschiedener Wuchshöhe unsere Beete in farbenfrohe Hingucker, die zum Nachahmen animieren. Unsere Gärtnerinnen und Gärtner weihen euch bei einem Spaziergang in die Sortenvielfalt ein und stehen euch auch beim Kauf der richtigen Stauden für euren Garten zur Seite. Stauden-Liebe geht durch den Magen – auch für das leibliche Wohl ist gleich nebenan in unserem Café am Michaelshof gesorgt.
Eintritt frei! Spende willkommen!
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Sa, 13. September – 11-17 Uhr
Einblick No 4: Fermentieren mit Christian & Jerónimo
Ein bisschen Sommer in den Winter bringen? Das könnt ihr lernen. Unser kolumbianischer Fermentations- Experte Jerónimo und Einmach-Profi Christian wissen, wie man frisches Gemüse vom Feld über Monate am Leben erhält. Sie zeigen euch gern, wie ihr mit Milchsäurebakterien eure Lieblingsgemüsesorten haltbar macht und durch entsprechende Zutaten ganz besondere Aromen herauskitzelt. Auch die Herstellung von Essig gehört zu ihrem Repertoire der Fermentationskunst und vielleicht auch bald zu euren Hobbys.
Teilnahme: 40€, Mittagessen: 10€, Anmeldung erbeten!
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Sa, 20. September – 15-18 Uhr
Streifzug Natur No 7: Bring deinen Garten in Form
Was blüht wann? Und wer verträgt sich mit wem? Jede Pflanze hat ihre Vorlieben, ihre nachbarschaftlichen Beziehungen und ihre Blütezeit. Manche wirken als Solitär, andere fühlen sich in einem Meer von Gleichartigen zu Hause. Einen Garten anzulegen bedeutet für uns, ein Bild mit Pflanzen zu malen, mit Farben und Formen zu spielen sowie den Rhythmus von Werden und Vergehen zu berücksichtigen. Wir laden euch ein, die Geheimnisse der Gartengestaltung zu ergründen und euch von unseren kleinen Naturparadiesen inspirieren zu lassen.
Teilnahme: 20€, Anmeldung erbeten!
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Mo., 29. September – 10-19 Uhr
Wir feiern Michaeli!
Wenn der Sommer sich klärt und die großen Herbstwolken vorbeiziehen, dann kommt das Michaeli-Fest – das Fest des Mutes, des Denkens und seelischer Begegnungen. Traue ich mich, im Sozialen auch unangenehme Punkte anzusprechen? Bin ich bereit, jeden Tag aufs Neue meinen eigenen Drachen zu bekämpfen? An unserem Michaeli-Fest laden wir die Erwachsenen zur persönlichen Gesprächsrunde – ‹Wie üben wir, im Alltag mutig zu sein und was können wir von Michaels Wirken lernen?› – und die Kids zu kleinen und großen Mutproben ein. Lasst uns gemeinsam mit warmem Herzen und frischem Bewusstsein in den Winter gehen!
10.00 Uhr – Michaeli-Feier für Erwachsene
16.30 Uhr – Mut-Proben für die Kids
18.30 Uhr – Suppe & Stockbrot am Feuer
Eintritt frei! Spende willkommen!
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Flyer, Eventplakate, Broschüren: Form, Farbe und Typografie liegen seit September 2021 in Yvettes kreativen Händen. Da nämlich nahm die studierte Kommunikations-Designerin ihren Platz neben Magda im Gestaltungsteam des Michaelshofs ein, um – wie sie selbst sagt – dieses einzigartige Projekt für jedermann sichtbar zu machen.
Das ist es übrigens, was Yvette an ihrem Beruf liebt: Gedanken, Gefühle und kleine wie große Erfolge zu präsentieren; den Dingen ein Gesicht zu geben, das nach außen trägt, was der Michaelshof für Yvette und wahrscheinlich viele ist: Ein Kraftort voller Schönheit und intensiven Erlebens. Dass hier nichts bleibt, wie es ist, empfindet Yvette als „herrlich verrückt“.
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Unsere Kommunikations-Designerin veranlasst das dazu, die Themen Schönheit, Menschlichkeit und Naturverbundenheit immer wieder neu zu überdenken und gestalterisch anzupassen.
Die Community schätzt dabei gerade auch Yvettes Professionalität, mit der sie den vielen Seiten des Michaelshofs eine einheitliche Linie gibt.
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Angst vor Veränderung? Kennt man hier nicht. Und so wie hier der Wandel zum Konzept gehört, sieht auch Yvette darin eine Möglichkeit, sich zu entwickeln und immer wieder neu zu entdecken. Frei nach dem Community-Motto ‹Finde den Wert, den nur du hast – schenke dich der Welt!›
Hat nun Yvette den Michaelshof gefunden oder der Hof sie? Die zufällige Begegnung war’s, die alles ins Rollen brachte. Denn hätte Yvette nicht Malte B. und Anton beim Plakatieren für KalliEco angesprochen, wäre der Michaelshof heute um eine feinsinnige Gestalterin ärmer, was auch angesichts der vielen Projekte, die noch warten, schade wäre. Spaß gemacht haben sie bis dato alle, meint Yvette. Das empfinden wir genauso und sehen Yvettes nächsten Entwürfen gespannt entgegen.
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Für unser Team suchen wir engagierte und dynamische Menschen, die gerne Verantwortung übernehmen und Lust aufs Landleben haben. Dir ist eine sinnerfüllte Tätigkeit wichtiger als ein “9 to 5-Job”? Dann bist du bei uns richtig!
Wir suchen Fachkräfte oder auch talentierte Leute im Bereich:
Office:
- Buchhalter*in
- Bild-Redakteur*in
Hands-On:
- Bäcker*in
- Konditor*in
- Erzieher*in für unsere Kinder- & Jugendhilfeeinrichtung ‹Peronnik›
- Gärtner*in Zierpflanzen
- Gärtner*in Bäume, Gehölze & Rasenpflege
- Baufacharbeiter*in
- Garten- und Landschaftsbauer*in
- Pharmazeut*in
- Drucker & Kaschierer
Deine Qualifikation ist nicht dabei, und du hast trotzdem
Interesse? Einfach probieren!
Schick Deine Bewerbung mit Foto bitte an claudia.brady@sammatz.de – wir melden uns!
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+++ NEWSTICKER +++
Eindrücke aus dem Community-Alltag…
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…mit Schnappschüssen vom Garten- und Stall-Team…
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…Bubble Tea Workshop – wusstet ihr, dass jede Bubble einzeln und von Hand gerollt wird? …
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…die Jungs mit gut poliertem Löffel…
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…und einer Unterhaltung from far away: „Ey Paula, du hast da irgendwie was auf dem Rücken!“ – „Ey Tom, sie kann dich nicht hören!“…
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Wir hoffen ihr startet frisch & erholt in den September – ob braungebrannt vom Strand, entspannt vom Balkon oder direkt vom inneren Power Place!
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Liebe Grüße und bis zum nächsten Mal – Anna, Marina und alle Co-Autoren des Sommers ❤️
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