Liebe Sammatzer und Volunteers,

Postkarte aus St. Petersburg

Liebe Sammatzer, liebe Volunteers,

ich schreibe euch aus St. Petersburg, Russland. Ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber hier ist schon fast die Herbstmitte erreicht, was bedeutet, dass wir uns beinahe ein Jahr lang nicht gesehen haben und ich alle schon fast unerträglich vermisse!

Für diejenigen, die mich nicht kennen: Mein Name ist Toma. Ich bin Ärztin und habe in Russland als Endokrinologin gearbeitet. Und jetzt, nachdem ich 8 Monate in Sammatz verbracht habe, bin ich auf dem Weg, Arzt in Deutschland zu werden. Ich habe mich in Sammatz und die ganze Idee des Ortes verliebt und ich möchte wirklich wenigstens ein kleiner Teil davon werden.

Als ich am Michaelshof war, habe ich die meiste Zeit bei Peronnik gearbeitet. Das war nicht immer einfach, aber es hat meiner Seele und meinem Geist die Richtung gezeigt, in der’s weitergeht. Die Jugendliche, mit der ich dort gearbeitet habe, ist eine mehr als außergewöhnliche Person, die meisten von euch wissen das. Ich glaube nicht, dass es möglich ist, sie in dieser kleinen Postkarte zu beschreiben,

aber ehrlich gesagt, war es jedes Mal, wenn ich mit ihr im Wald spazieren ging, buchstäblich so, als würde ich mit meiner besten Freundin unterwegs sein! Ich vermisse sie sehr, wie alle anderen Kinder und Betreuer dort. Für den Fall, dass ihr das hier lest: Giuliana, Leon, Barbara, Hilke und Michael, mein Herz gehört ganz euch!

Ich bin im Oktober letzten Jahres nach Russland zurückgekehrt und habe seither die meiste Zeit damit verbracht, wieder nach Sammatz zu kommen. Aufgrund der Visabestimmungen gestaltete sich das unglaublich schwierig und unerwartet schmerzhaft. Natürlich habe ich auch schon vorher Ablehnung erfahren, aber ich glaube, mein armes Herz war nicht darauf vorbereitet, die Ablehnung eines ganzen Landes zu ertragen. Das einzige Glück in dieser ganzen “Visum-Geschichte” ist, dass ich hoffentlich sehr, sehr langsam anfange, wirklich Deutsch zu sprechen. Das ist OMG! Und sobald sich die Gelegenheit ergibt, werde ich damit sicher auch persönlich vor euch angeben! 🙂

Da ich Prüfungen bestehen und alle Papiere zusammenbekommen musste, hatte ich Gelegenheit, ein bisschen durch Russland zu reisen. So kann ich euch nun meine Top 5 der Städte präsentieren, die ich im Jahr 2021 bisher besucht habe.

5. Jaroslawl. Ganz ok, aber eine Liebe ist aus uns beiden nicht geworden, vielleicht weil ich im Winter dort war. Irgendwann sollte ich es noch einmal im Sommer versuchen. Dabei sagt man, Jaroslawl sei eine der schönsten Städte Russlands. Keine Ahnung Einfach nicht mein Ding.

4. Moskau. Die Hauptstadt Russlands. Schön, reich, groß und laut. Ich habe nur ein Bild von dort: eine Katze namens Behemoth, die im Museum des berühmten russischen Schriftstellers Michail Bulgakow lebt. Auf diesem Bild seht ihr sie in der Nähe der Statue des Schriftstellers.

3. Priozersk. Ich kenne diese Stadt schon lange und sie ist mir sehr ans Herz gewachsen. Ich habe Freunde hier, und diesen Sommer sind wir mit einem Boot auf dem Ladogasee gefahren und haben Piraten gespielt. Pirat zu sein ist eigentlich mein Plan B, falls alle Pläne A schief gehen.

2. Wladimir. Klein und sehr alt. Ich war zum ersten Mal in meinem Leben dort, und habe es geliebt. Sehr gemütlich, sehr ehrlich, manchmal fast eine Art Sammatz-Stimmung. 10/10 auf meiner persönlichen Großartigkeits-Skala.

1. Vladikavkaz. Die Nummer eins – nicht, weil ich hier geboren wurde, sondern wegen der Berge. Pure Schönheit, sogar im November. Egal, wohin ich komme, ich suche sie immer am Horizont.

Und natürlich, außer Konkurrenz, das einmalige, unverwechselbare St. Petersburg. Ich habe hier hundert Jahre lang gelebt, ich habe die Stadt von innen nach außen, von oben nach unten durchwandert. Ich habe sie gegessen, getrunken, ich liebe sie bis auf die Knochen und irgendwie habe ich es geschafft, in all dieser Zeit nur 10 Fotos von ihr zu machen!

So, das war mein 2021. Ich weiß noch nicht, wann ich euch alle wiedersehen werde, aber es wird ein Fest! Solange ich noch hier bin, könnt ihr mich jederzeit besuchen, wenn ihr wollt. Ich freue mich wirklich darauf, euch alle sehr, sehr bald wiederzusehen!

Ganz liebe Grüße, Toma

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14.00 - 18.00
Sa: 8.00 - 18.30
So: 9.30 - 18.30
Hofladen
Mo. - Fr.: 09.30 - 12:00
14:00 - 18.30
Sa: 10.00 - 18.30
So. und Feiertags: 10.00 - 18.30
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So. und Feiertags: 10.00 - 18.30

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